Top of the World

 

16. Tag - 1.6.

Das erste, was uns kurz hinter Tok begegnete, waren eine Elchkuh mit frischgeschlüpftem Baby-Elch, die in aller Gemütsruhe den Highway überquerten.

Über den Taylor Highway ging es dann wieder in Richtung Canada. Die Straße war zwar nicht asphaltiert, aber der gelbe Schotter war glatt gewalzt, also gut zu fahren. Der erste Ort, durch den wir kamen, hieß Chicken und hatte sogar eigene Verkehrsschilder. Zur Gas Station, zum Chicken Creek Cafe und nach Downtown.

Die "Stadt" hieß ursprünglich Ptarmigan, aber da sich niemand merken konnte, wie man das schreibt, wurde sie in Chicken umbenannt. Vom Taylor Highway aus sieht man nichts vom Dorf, obwohl es nur 200 Meter entfernt ist. Gut getarnt sozusagen.

An der Grenze nach Yukon am Little Gold Creek gab es erstaunlicherweise schon wieder einen Stempel in den Pass. Da sind die Canadier recht freigiebig mit. Der canadische Teil der Straße nach Dawson City nennt sich Top of the World Highway, weil er wirklich ganz oben auf der Welt verläuft, nämlich über den Rücken der Berge und nicht durch die Täler.

 

Nach etwa 100 km hatten wir dann einen sehr schönen Ausblick auf Dawson City und mußten nur noch über den Yukon. Aber zum Glück gab es ein Floß. Bzw. eine Fähre, die kostenlos ganztägig verkehrt. Was aber nicht viel nützt, weil, egal, in welche Richtung man will, der US-Zoll macht um 8 Uhr abends zu. In der Hauptsaison kann es schon mal sehr lange Wartezeiten geben, bis zu 3 Stunden, hab ich gehört. Wir sind sofort rübergekommen.

 

Die Stadt sieht noch aus wie vor 100 Jahren mit Holzbürgersteigen und staubigen Strassen. Ist aber nur so zurechtgemacht für die Touristenmassen, Dawson Citydie hier vorbeikommen.

Wir wohnten im Triple J Hotel, aber nicht im schönen Haupthaus, sondern im Anbau, wo die Zimmer die "Größe" eines Campingwagens hatten. War aber um die Hälfte billiger. Wir gingen chinesisch essen (war nicht so gut) und schauten uns dann die Stadt an. In einem Pub tagte gerade das Komitee für die 100 Jahr - Feier des Goldrausches.

Etwa 10 Personen, die überlegten, wie man einen Canadier und einen Ami am Anfang der Parade auch als solche anziehen konnte. Wir beide gingen an der Tür vorbei, ich hatte meine Amerika-Flaggen-Hose an und wir sahen nur, wie uns alle Leute mit offenen Mündern anstarrten. Eine junge Frau kam rausgerannt und fragte, ob sie meine Hose haben könnte. Ich erklärte ihr, wo die Hose gekauft worden war, nämlich in Key West, und das sie sich doch mal nach einem Dawson CityFlag Shop erkundigen sollte, weil man da da evtl. solche Hosen bekommen könnte und das man ja vielleicht einen Anzug aus einer Flagge nähen könnte. Aber es gibt keine amerikanischen Flaggen in Canada, war die Antwort. Ich gab ihr den Tip, doch mal im Internet zu suchen. Ob es geklappt hat, wissen wir nicht, aber hoffen es.

Abends wollten wir noch ins Casino, in Diamond Tooth Gerties Gambling Hall, wurden aber nicht reingelassen, weil ich nicht ordnungsgemäß gekleidet war.

Und wer uns nicht will, kriegt uns nicht.

Hier kann man sehen, was es sonst noch anzusehen gibt rund um Dawson.

313 km gefahren - Fahrtzeit 5:49 Std.

 

Hier ist die Strecke des heutigen Tages zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

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