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Wir haben uns zuerst das Alamo angeschaut, eines dieser amerikanischen Nationalheiligtümer, wo im 19. Jahrhundert 36 Amis gegen 50.000 Mexikaner gekämpft haben. Oder so ähnlich. Nicht zu verwechseln mit der Mietwagenfirma. Das Alamo ist Heiligtum und Keimzelle der Stadt und die am meisten besuchte Touristenattraktion von ganz Texas. 
Wie war es genau : Die spanische Regierung hatte von Mexiko aus Franziskanermönche ausgesandt, um das heutige Texas zu besiedeln. Weder den Franzosen noch den Engländern wollte man das Land überlassen. 1718 gründeten die Mönche die Mission San Antonio de Valero, das Alamo. San Antonio entstand. Mit der Unabhängigkeit der USA kamen aber immer mehr Siedler aus dem Osten. Der neu entstehende Staat Texas wollte sich von Spanien befreien. Es kam zum Bürgerkrieg. David Crockett, ein ehemaliger Kongreßabgeordneter aus Tennessee, führte die Siedler in San Antonio an. Im Februar 1836 mussten sich diese vor der Übermacht der Spanier ins Alamo zurück ziehen; 200 "Texaner" gegen 4000 Soldaten. Dreizehn Tage lang wurde gekämpft. Am Ende ließ der spanische General Santa Anna die Überlebenden vor den Augen der Bevölkerung ausziehen, verstümmeln, verbrennen. Die Namen stehen auf Tafeln im Alamo. Doch statt die Aufständischen abzuschrecken, beschleunigte das Massaker den Unabhängigkeitskampf. Remember the Alamo, vergiss das Alamo nicht, heißt es noch heute in Texas. Texas wurde Republik, dann Teil der USA.
Heute ist San Antonio mit 1,2 Millionen Einwohnern die achtgrößte Stadt der USA und einzige amerikanische Großstadt, in der eine Minderheit die Mehrheit der Bevölkerung stellt. Über sechzig Prozent der Einwohner sind "tejanos", Texaner mit hispanischer Herkunft.
Nach diesen vielen Infos sind wir noch durch die Stadt gebummelt und ich habe 2 T-Shirts aus einem Laden gerettet.
Wer abends durch die Stadt fährt sollte sich nicht wundern, daß er keinen Menschen sieht, das Nachtleben spielt sich eine Etage unter der Stadt ab, am Riverwalk.
Einer katastrophalen Überschwemmung im Jahr 1921 hat die Stadt ihr heutiges lebensfrohes Zentrum zu verdanken, den Riverwalk. Danach wurde der kleine innerstädtische Fluss durch ein Kanalsystem so ausgebaut, dass eine künftige Überflutung ausgeschlossen war. Heute reihen sich hier Restaurants und Kneipen. Überhaupt gilt San Antonio als die quirligste unter den texanischen Metropolen. Im späten 19. Jahrhundert kamen viele Deutsche hierher, daneben haben vor allem Mexikaner ihre Spuren hinterlassen. Multi-Kulti ist angesagt, oder vielmehr Tex-Mex. Der Riverwalk bietet Platz zum Ausgehen und Relaxen. In den Pinten herrscht Betrieb von früh bis spät. Nachts ragt die beleuchtete Kuppel des Tower Life Buildings aus der Skyline hervor. Eine dieser typischen Touristen-Fallen also, es hat mir in diesem Fall aber recht gut gefallen.
Der Riverwalk ist mehr oder weniger eine Stadt in der Stadt, Restaurants, Souvenir-Shops,Bars, es ist alles da, was sich der gute Tourist wünscht.
Für eine Bootstour muß man ziemlich lange Schlange stehen, wer gerne mit vielen anderen zusammengequetscht wird, ist hier richtig.
Ansonsten drängelt man sich hauptsächlich an essenden Leuten vorbei und versucht, keine anderen ins Wasser zu schubsen. Ein empfehlenswertes Restaurant ist Dick's Last Resort. Hier wird man von Türstehern und Kellnern teilweise heftig beschimpft, was der Witz des Ladens ist. Und natürlich die Reaktionen der Leute, die es nicht wissen.....
Ein Besuch im Fat Tuesday auf einen Daiquiri ist sehr empfehlenswert. Wir haben ein Blackened Chicken Penne Pasta im HRC gegessen, da war es nämlich nicht brechend voll.
Und ein Besuch des Tower of the Americas lohnt sich vor allen Dingen, wenn es draußen blitzt und donnert.
Sieht Klasse aus, wie die Blitze einschlagen.
0 Meilen gefahren, heute war Wandertag
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