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Mount St. Helens

Nach dem Frühstück bei Denny's rief Tina zu Hause bei Oma an und erfuhr, daß in Germany die größte Hitzewelle seit 25 Jahren war, 37 Grad, und alle Ventilatoren ausverkauft. Hier sind es 25 Grad und alle Klimaanlagen funktionieren. Glück gehabt.

Heute fuhren wir zum Mount St. Helens, dem es bei der letzten Eruption den Gipfel weggesprengt hat. Sieht ganz nett aus, aber es gibt spannenderes. Die Fahrt zum Berg ist aber sehr schön, an einigen Bergseen vorbei. Man kann aber eine Tour durch eine Lava Tube machen, das wär vielleicht was. Irgendwie hatten wir da aber keine Lust zu. Im Nachhinein ist es mir recht schleierhaft, warum wir uns die nähere Umbebung nicht intensiver angesehen haben, es lohnt sich nämlich auf jeden Fall.

 

Seit Mount St. HelensSeptember 2004 vermehrten sich die Anzeichen, daß der Mount St. Helens wieder ausbrechen wird.

Die Aktivitäten des Vulkans sind die heftigsten seit 18 Jahren. Am Freitag, dem 1.10.2004, hatte Mount St. Helens eine erste große weiße Gaswolke und Asche ausgespuckt. Die Eruption dauerte etwa 24 Minuten, die Wolke stieg 5000 Meter in die Höhe. Lava spuckte der mehr als 2500 Meter hohe Berg nicht aus. Es war die erste Eruption nach einer Serie von Erdbeben, die in der Region seit einer Woche gemessen wurden. Die Dampfsäule war noch aus der 80 Kilometer entfernten Stadt Portland im US-Staat Oregon sichtbar. Wissenschaftler hatten von einer «kleinen, aber heftigen Eruption» gesprochen.

Eine Webcam ist hier, vielleicht kann man den Ausbruch beobachten.....

 

Ein paar Infos :

1980, vor nunmehr über 25 Jahren, erwachte der Vulkan Mount St. Helens nach Mount St. Helens120-jähriger Ruhepause zu neuer Tätigkeit. Der Ausbruch gehörte zu den spektakulärsten des 20. Jahrhunderts und war von großem Einfluß für die Vulkanologie, führte er doch ein Phänomen vor, dessen Bedeutung zuvor nicht erkannt worden war: die Instabilität von Vulkangebäuden allgemein und ihre Neigung zu gewaltigen Erdrutschen. Die Natur legt auf solide Statik keinen besonderen Wert, und wenn ein Hang zu steil oder eine auf Lockermaterial gelagerte Bergflanke zu schwer geworden ist, so geht sie ab, - einfach so oder ausgelöst durch ein Erdbeben - mit oder ohne nachfolgenden Vulkanausbruch. Erst durch die Beobachtung des Ausbruchs am Mount St. Helens hat man die Zeichen zu deuten gelernt und an zahlreichen anderen Vulkanen die Ablagerungen gewaltiger Erdrutsche gefunden, was teilweise zu einer radikalen Neueinschätzung der Gefährlichkeit eines solchen Berges für die Anwohner führte.
Daß der Ausbruch nicht zu einer menschlichen Tragödie wurde - er forderte "nur" 62 Menschenleben - war wohl zum großen Teil Zufall, denn der Berg liegt zwar abseits, zog jedoch unzählige Touristen an. Zufällig erarbeiteten Geologen des US Geological Survey in den 70er Jahren eine Gefahrenstudie für die Vulkane der USA, wonach der Mount St. Helens ein Kandidat für einen möglichen größeren Ausbruch war. Zur Überwachung wurde daraufhin ein Seismometer installiert.
Am 20. März 1980 meldete sich der Berg unverhofft mit einem Erdbebenschwarm. Auf dieses Zeichen hin wurden weitere Seismometer installiert. Ab dem 27. März erfolgten einige kleinere Wasserdampfexplosionen im Gipfelbereich, die einen Krater aussprengten.
Ab dem 1. April verzeichneten die Seismometer vulkanischen Tremor, ein kontinuierliches Bodenzittern, das auf Druckschwankungen in strömendem Magma zurückgeführt wird. Schon ab dem 27. März bemerkten aufmerksame Beobachter eine Aufwölbung im oberen Teil der Nordflanke des Berges direkt über dem Bebenherd. Das Gebiet um den Berg wurde evakuiert und abgesperrt, nur einige Geologen, Holzarbeiter und unbefugte Schaulustige befanden sich dort.
Ende April trat für zwei Wochen Ruhe ein. Die Aufwölbung der Nordflanke hatte nach photometrischen Messungen mittlerweile einen Durchmesser von fast zwei Kilometern erreicht und ihre Höhe betrug etwa 100 m. Am 7. Mai setzten die Dampfexplosionen wieder ein. Sie dauerten fort, bis am Morgen des 18. Mai 1980 die gesamte Nordflanke des Berges in einem gewaltigen Erdrutsch abging, und unmittelbar darauf durch die plötzliche Druckentlastung die gespannten Gase des Magmas und des überhitzten Grundwassers explodierten und den gesamten Berggipfel mit sich rissen.
Eine mehrere hundert Grad heißer gerichteter Dampfstrom mit feinen Gesteinstrümmern, Mount St. Helens - Blick vom Visitor Centervulkanischer Asche und Bimsstein befrachtet raste mit Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h nordwärts, verwüstete ein Gebiet von 550 km2 und knickte Bäume wie Streichhölzer. Gleichzeitig wälzte sich ein Lahar, ein aus Trümmern und Schmelzwasser der Gletscher bestehender Schlammstrom die Flußtäler hinab, wo infolgedessen die üblichen Hochwasser-Höchststände um bis zu 9 m überschritten wurden.
Im Anschluß an dieses dramatische Ereignis entwickelte sich im Krater ein Lavadom, denn die Lava war so zähflüssig, daß sie nicht ausfließen konnte und als Kuppe im Krater verblieb. Beim gesamten Ausbruch förderte der Mount St. Helens 2,7 km3 Material, davon waren jedoch nur 0,5 km3 frisches Magma.

 

Man kann von zwei Seiten zum Mount St. Helens fahren, entweder Anfahrt von Osten oder von Westen. Für beiden Seiten braucht man je etwa einen Tag, besonders für den Osten, da man hier einmal um das Ganze rumkurven muss.

Von Westen: Hier besteht die wesentliche Zerstörung aus den gewaltigen Erdrutschen, erst relativ weit oben sieht man Auswirkungen der Druckwelle. Hier gibt es mehrere neue und sehr gute Visitorcenter. Da es die Seite ist, die an stärker bewohnten Gebieten liegt, ist hier auch relativ viel los.

Vom Osten: Hier gibt nur ein recht kleines Visitorcenter. Hingegen sind hier die Auswirkungen der Druckwelle sehr gut zu sehen. Erst alles in Ordnung, und je höher man kommt, umso weniger steht dort noch. Oben ist immer noch eine ziemliche Mondlanschaft. Sehr beeindruckend. Ein toller Blick vom Windy Ridge ist dann der Abschluss. Wesentlich weniger besucht als der Westen.
 

Das waren genug Infos, wir fuhren weiter Richtung Süden nach Oregon.

Welcome to OregonAm Welcome to Oregon Visitor Center vergaß ich eine der Eigenarten amerikanischer Autos und sperrte uns alle 3 aus. Wenn man einen Schalter auf "Lock" stellt, ist das Auto verschlossen, egal ob jemand drin sitzt oder nicht, ob der Schlüssel steckt oder ob evtl. der Motor noch läuft. Wir standen also vor einem Auto mit laufendem Motor, in das wir nicht mehr hereinkamen. Ich rief bei Hertz an, erklärte mein Problem, und anhand des Nummernschildes wurde das Auto identifiziert und ein Schlüssel nachgearbeitet und von einem Mitarbeiter gebracht. Und das alles innerhalb von 90 Minuten. Glücklicherweise war aber auch eine Vermietstation am nahegelegenen Airport, sonst hätte es wohl länger gedauert. Das Ganze sollte 15 $ kosten, die uns aber bei Autoabgabe später nicht angerechnet wurden. Ich frage seitdem immer schon bei der Autoübernahme nach einem Ersatzschlüssel.

Das Visitor Center hatte übrigens geschlossen.

Übernachtet haben wir in Oregon’s Hauptstadt Portland im 6th Avenue Motel. Die Stadt wurde nach Portland/Maine benannt, zwei Trapper hatten gewettet, hätte der andere gewonnen, hieße die Stadt jetzt Boston. Am Abend haben wir noch einen Stadtbummel gemacht und bei einem Thai gegessen. Dabei stellten wir fest, das die Stadt so gut wie ausgestorben war, außer uns weit und breit kein Mensch zu sehen. Wir dachten zuerst, die Portlanios wären alle auf irgendeiner großen Party, aber mittlerweile habe ich schon öfter gehört, daß nach Büroschluß die Bürgersteige hochgeklappt werden und absolut tote Hose ist.

Andererseits gibt es hier das Nike und Columbia Sportswear Headquarter mit riesigen Shops, viele Parks und kleine Brauereien, sogenannte Mircrobrewerys, es muß also irgendwo irgendetwas los sein, ich habe es wohl nur nicht gefunden. Viele Infos über Portland gibt es hier zu lesen.

 

174 Meilen gefahren

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