Sedona

Sedona

Zum ersten Mal stand Sedona auf unserem gemeinsamen Routenplan. [Volker war hier natürlich schon mal, aber wo war er noch nicht…] Nach einer relativ langweiligen Autofahrt um die letzte Kurve biegend, wurden wir von einer wunderschönen rot-blau-grünen Landschaft überrascht. Unwirklich scheinende, zinnoberrote Felsformationen inmitten von chromoxidgrüner Vegetation unter einem ultramarinblauen Himmel in Öl gemalt.

Sedona

Leider kann die Stadt da nicht mithalten. Mir erschien hier alles viel zu neu, viel zu perfekt, viel zu schnieke. Und was alles noch nicht neu ist, wird neu gemacht. Überall dort, wo sich Wege kreuzen, Herr Hirsch, eine Kreuzung, zwei Straßen treffen aufeinander. Ko(s)mische KräfteOh kniet mit mir dies seltene Glück zu preisen. Denn da wo man sich trifft, da ist Begegnung, ist Leben, ist Musik, sind schöne Frauen... entstehen Kreisverkehre. Die stehen sicherlich in ganz engem Zusammenhang mit den in der Landschaft verteilten Vortexes. Energie geladene Kraftwirbel, die, damit auch der spirituell Unbegabte sie nicht übersieht, mit einem Kreidestrich umrandet sind. Das erste Wunder, das uns hier begegnete, ist die Streukreide, die liegen bleibt und nicht weggewirbelt wird. Mich hätte es absolut nicht überrascht, wenn sich das mitgebrachte Arrowhead-Wasser in billigen Merlot verwandelt hätte. Durch die hier herrschenden ko[s]mischen Kräfte sollen manche Menschen Wellenbewegungen und Strahlenspiralen sehen, Vibrationen spüren oder sanfte Klänge hören. Leider ist uns unterwegs das LSD ausgegangen, so mussten wir mit der nackten Natur vorlieb nehmen: Vogelzwitschern, Windrauschen und lustige Touristen, geführt und angeleitet von bezahlten Führern

 

Die spirituellen Guides versuchten sich allesamt mit wackeligen Yoga-Figuren in der Mitte des Vortex. Davon inspiriert [oder von dem Merlot in unserer Wasserflasche?] haben wir gleich zwei der Übungen miteinander kombiniert: Baum [Vrksasana] und Kopfstand [Shirsasana] – ohmmm… New Age ist laut Wikipedia gegen Ende des 20. Jahrhunderts aus der Mode gekommen, in Sedona jedoch lebt diese Ära seit eh und je und ist wie Elvis in Las Vegas nicht tot zu kriegen.

Im Vortex

Und so lange es Menschen gibt, die Geld für Fotografien ihrer Aura oder Deuten durch die Kristallkugel bezahlen, so lange können hier die Straßen neu gekreiselt sowie Batik-Shirts und Halbedelsteine überteuert verkauft werden. Mir soll’s recht sein, ich hab’s nicht mit dem Hokus-Pokus, bin eher ein Anti-Age-Jünger und folge meinem jugendlichen Guide – Age before beauty…
Falls du eine 3D-Brille zur Hand hast: Hier sind fantastische dreidimensionale Bilder aus Sedona zu bewundern.

Sedona Sundown am Airport

 

 

 

 

 

 

 

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