Pima Air Base

Ich will nicht behaupten dass ich mich mit Flugzeugen auskenne. Ok, ich weiss bei vielen Airlines etwas über den Sitzplatzabstand, war auch schon am einen oder anderen Spotterplatz. Aber warum so ein Ding fliegt - und was man damit macht wenn sie nicht mehr fliegen, das ist mir nicht so wichtig. Bis heute.
Bilder eines Flugzeugfriedhofes habe ich schon häufiger gesehen, aber aus der Nähe sollte es doch vielleicht etwas besonderes sein, oder?
Im staubtrockenen Südwesten Amerikas gibt es mehrere von den Dingern, das Pima Air & Space Museum ist das mit bekannteste. Also: nix wie hin ....

Pima Air & Space Museum

Man folgt einfach den Schildern am Interstate 10, oder tippt die Buchstaben 6000 E. Valencia Road in sein Navigorium.
Öffnungszeiten: 9-17 Uhr, letzter Eintritt um 16 Uhr.
Preis: Von Juni bis Oktober 13,75 $, von November bis Mai 15.50 $. Im Sommer scheint hier nicht viel los zu sein. Kann uns egal sein - schaunwermal rein....

Pima Air & Space Museum - das Bild wurde erst nach unserem Besuch gemacht, deshalb die tiefstehende Sonne

Wir waren etwas knapp in der Zeit, hatten nur 90 Minuten zur Verfügung und mussten deshalb auf die Hangars 3,4 und 5 verzichten. Auch die Space Gallery und das 390th Memorial Museum wurden nicht von uns belästigt. Aber das für uns Wichtigste - die Flugzeuge draussen - konnten wir komplett besichtigen. Ich weiss nicht wie viele kleine, grosse, ganz grosse, normale, unnormale und sehr merkwürdige Flugzeuge ausgestellt sind, aber fast jedes ist anders, es gibt also viel zu sehen.

Eine B-377SG-201  - Super Guppy genannt

Bevor ihr in der Bildergalerie ALLE Flieger ansehen könnt stellen wir unser “Lieblingsflugzeug” vor, eine Convair B-36J Peacemaker.
Die B-36 ist der grösste und der letzte mit einem Hubkolbenmotor angetriebene Bomber, der in den USA produziert wurde. Ursprünglich konstruiert für die Anforderungen des 2. Weltkrieges, ein Flugzeug das geeignet war Ziele in Deutschland zu bombardieren und wieder zurück zu fliegen. Also hin und zurück über den Atlantik ohne Zwischenlandung.
Der Prototyp flog erstmalig am 6. August 1946 - also zu spät um noch kriegerisch einzugreifen.

Convair B-36J Peacemaker

Ursprünglich hatte die Maschine nur einen Propellerantrieb, 6 Pratt-&-Whitney-R-4360 waren rückwärts unter den Tragflächen angebracht, um Turbulenzen, die den Luftstrom über die Tragflächen gestört hätten, zu verhindern. Allerdings war dadurch die Kühlung der Motoren schwierig. Klar, wenn die Abluft in Fahrtrichtung ausströmt.
Für mich viel schwieriger: Wieso fliegt das Ding nach vorne, wenn die Propeller nach hinten zeigen?

Convair B-36J Peacemaker

Später wurden dann noch 4 Düsentriebwerke in Zwillingsgondeln zusätzlich angebracht - in die “richtige” Richtung. Insgesamt hängen also 10 unterschiedliche Triebwerke an den Tragflächen.

Weil uns die Maschine so gut gefallen hat kommen noch 2 Bilder, im Breitformat.

Convair B-36J Peacemaker

Convair B-36J Peacemaker
Convair B-36J Peacemaker

Nach 90 Minuten hatten wir diverse Kilometer hinter uns gebracht - es reicht ja nicht zum nächsten Flieger zu gehen sondern man muss sich ja immer so stellen dass für Fotos die Sonne nicht gegen lichtet.
Hat sehr viel Spaß gemacht, auch ohne die zusätzlichen Flieger in den Hangars. Wer sich für sämtliche Flugzeuge und ihre Einzelheiten interessiert sollte einen ganzen Tag einplanen.

Ein Teil der ausgestellten Maschinen ist in der Bildergalerie zu sehen. Klick auf’s untere Bild.

Eine Super Conny der TWA

 

 

Klick mich und ich führe dich zu weiteren Flugzeugen ....

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