Evangeline Trail

Zuerst dachte ich es handelt sich um etwas religiöses, evankathogelisch oder so - aber abends beim Schreiben dieser Zeilen sagte mir Google dann worum es wirklich ging.
Der Evangeline Trail wurde nach der Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Henry Wadsworth Longfellow benannt. Ich hab von beiden noch nie gehört - aber egal, Hauptsache es ist eine schöne Strecke.

Evangeline Trail

 

Der Trail, eigentlich nur eine Fortsetzung des bisherigen Lighthouse Trails, nur unter anderem Namen, begann mit einem Turm, Cape St. Mary’s Lighthouse in Cap Sainte Marie, wie die Franzosen sagen würden.

Cape St. Mary’s Lighthouse

Apropos: hier scheint mal wieder eine blau-weiss-rote Kolonie zu sein, an fast jedem Haus wird mehr oder weniger unauffällig gezeigt wes Landes Kind man ist.

Evangeline Trail

Mal mehr unauffällig.

Was mich zu der Frage bringt: wo komme ich eigentlich her? Welche Sprache wäre meine Stammsprache? Ich bin in Bochum geboren, meine Eltern sind in Bochum geboren, meine Großeltern kommen aus der Nähe von Warburg. Also bin ich ein entfernter Westfale (oder schlimmer: ein Hesse) und entnahter Bochumer. Bochumer reicht - besser geht’s nicht.....

 

Evangeline Trail

Die Kirchen sind hier etwas überdimensioniert für ein kleines Dorf irgendwo am Ende der Welt. Aber wenn’s den Erbauern Spaß gemacht hat - und vor allen Dingen wenn jemand das Geld dazu gegeben hat.

Unten links Église Sainte-Marie, eines der größten Holzgebäude in Nordamerika, und unten rechts Église de Saint-Bernard.

Église Sainte-Marie

Église de Saint-Bernard

Watt? Wanden? Nein danke, ich setz heute mal aus.

Watt ihr wollt

Smugglers Cove. Malerischer Park mit Blick auf eine kleine Bucht, die angeblich von Smugglern in den frühen 1900er Jahren benutzt wurde. Die Bucht füllt sich bei Flut mit Wasser (womit sonst), kann aber bei Ebbe bewandert werden. Und im Moment war wohl Ebbe in der Kasse.

Smugglers Cove

Es wird Zeit für einen weiteren Leuchtturm, wenn auch irgendwie keinen richtigen. Am Church Point stand früher mal eine echte Leuchte, die 2014 vom Wind weggeblasen wurde. Im Juni 2017 wurde dann diese Replica auf dem Gelände der Université Sainte-Anne eröffnet.

Church Point

Noch einer: das Belliveau Cove Lighthouse in Belliveau Cove, wo sonst. Den hätte ich fast übersehen, obwohl er fast direkt an der Straße liegt. Müsste mal renoviert werden. Oder heisst das restauriert?

Belliveau Cove Lighthouse

Die Straßenschilder sehen hier im Bezirk Clare übrigens alle gleich aus - wenn auch mit unterschiedlichen Beschriftungen und manchmal recht weit ausgelegten Übersetzungen.

Bas-de-la-Riviere???

So, einer geht noch. Gilbert’s Cove Lighthouse

Gilbert’s Cove Lighthouse

Und der allerletzte. Point Prim, in der Nähe von Digby. Um halb 5 einchecken im Motel, dann ins Dorf um ein paar World Famous Digby Scallops zu genießen.

Point Prim

Von denen wusste ich bisher noch nichts, aber die riesigen Schilder am Highway, die auf diese Scallpos hinwiesen, waren nicht zu übersehen.

World Famous Digby Scallops

Na gut, noch einer nach dem Abendessen: Digby Pier Lighthouse. Nu ist aber wirklich Schluss für heute....

Den Balancing Rock hätte ich mir gerne noch angesehen, aber 50 Kilometer one-way plus eine kurze Fährfahrt waren mir zuviel des Guten heute.

Digby Pier Lighthous

Wenn ich es eilig hätte würde ich morgen mit der Fähre rüber nach Saint John fahren, mir blieben so ca. 700 Kilometer Umweg “erspart”. Da ich es aber nicht eilig sondern noch 2 Tage übrig habe werde ich mir auch den Rest der neuschottischen Küste ansehen - eine gute Entscheidung, wie sich noch herausstellen wird. 

Gefahrene Kilometer: 438
Motorlaufzeit: 7:59:54 Std. - da hab ich nur knapp eine 8-Stunden-Schicht verpasst.
Tanken: 36,465 Liter
Preis pro Liter: 1,109 $ = 0,7610 € pro Liter

Musik: Nektar - 15 Songs, die aber eine Laufzeit von 2:26 Std. hatten. Dann 6 Songs von den Outlaws, 12 von Pathosray und 51 von Queensrÿche. Der Rest kommt morgen früh dran.
Abendessen: Diniert habe ich im ersten Haus am Platze, so sagt Tripadvisor jedenfalls. Die Vorspeise - Bacon wrapped Scallops in Honey-Whiskey Sauce - war genial, ich habe gleich gefragt ob man die Sauce auch kaufen kann. Konnte man aber nicht, obwohl angeblich viele Leute danach fragten. Als Hauptspeise dann ausnahmsweise mal die sonstige Vorspeise, eine Seafood Chowder mit sehr vielen Scallops drin. Sehr lecker. 
Beides im Shoreline Restaurant direkt am Hafen.
Übernachtung: Siesta Motel Digby - 92 CAD/61,61 € mit 12 % Cashback über Expedia gebucht.

 

 

 

 

 

 

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