Holy Cow

Heiliger Strohsack!
Unsere Wallfahrt zu Ehren des Giovanni „Francesco“ Bernadone aus Assisi



San Francisco, San Luislässig per Cabrio Obispo, San Jose, San Fernando, San Diego, Sacramento, Santa Cruz, Santa Barbara, Santa Monica, Santa Esmeralda…
Wenn so viele Heilige am Straßenrand liegen, kann man einen Urlaub auch ungeniert als Wallfahrt bezeichnen. Es müssen ja nicht immer ein ausgelatschter Trampelpfad mit verstreuten Leckmuscheln als Wegweiser und die sowieso schon platten Füße herhalten. Und wie wollte man bitte schön auch zu Fuß wallfahren? Wer hätte je von einem Wallgang, Wallmarsch oder Wallbummel gehört? Ausgenommen zum Walmart natürlich. Also konvertieren wir und pilgern lässig per Cabrio, mit Nichts zwischen unserem Denken und dem Himmelsgewölbe, über den Pacific Coast Highway entlang all dieser beseligten Ortschaften. I'm just a soul whose intentions are good, oh Lord, please don't let me be misunderstood.

So jedenfalls ist unser Plan, so habe ich es mir gewünscht. Nachdem ich rote Steine im westlichen Mittelwesten, die wichtiste aller Sehenswürdigkeitenfoliage Bäume im nördlichen Nordosten, spanische Lebensart im südlichen Südosten und Hula schwingende Hüften im gleichschenkeligen polynesischen Dreieck abhaken konnte, wird es nun Zeit für den äußersten Südwesten.
Einmal schauen, wo die Blumenkinder einst ihre Flower-Power hernahmen, wo Karl Malden und Kirk Douglas die Straßen etwas sicherer machten, wie Clint Eastwood von Alcatraz fliehen konnte und wo Mr. Monk vergeblich versucht, die einzige diagonal angelegte Straße in das sonst so perfekte Schachbrettmuster zu passen.
Zunächst hoffen wir, dass die wichtigste aller Sehenswürdigkeiten, die San Francisco-Oakland Bay Bridge, nicht im Wolkenmeer versinkt sondern in voller Pracht zu sehen sein wird. Ich habe ja immer Mitleid mit den Stiefkindern, die im Schatten ihrer jüngeren – und in diesem Fall auch noch viel kürzeren – Geschwister stehen. Baby, do you understand me now? Sometimes I feel a little mad…

Coit TowerAdie Pyramide und das Fairmont Hotelußerdem stehen der Coit-Tower, die Pyramide und das Fairmont Hotel auf unserem Plan. Alles Dinge, die ich anlässlich eines Quiz’ gänzlich ahnungslos und daher besonders mühevoll ergoogelt hatte. Und als Preis für meine harte Arbeit wird mir Volker des Rätsels Lösungen allesamt persönlich vorstellen.

 

Doch vor das Vergnügen hat der Heilige Bimbam gute zehn Stunden Käfighaltung gesetzt. Also Augen zu und durch…

Oberstübchen einer AirFrance B 747-400

 

Die Hälterungsbedingungen im Oberstübchen des Air France Jumbos erwiesen sich als weniger tierquälend als erwartet. Immerhin gab es zwischen den Notausgängen genügend Freifläche für artgerechte Bodenhaltung und auch die Sitze hatten in allen Richtungen ein bisschen mehr Platz zu bieten als im Untergeschoss. Trotzdem waren wir froh, endlich wieder aus diesem sehr speziellen Gemisch aus Gerüchen und Geräuschen herauszukommen.

 

USA, Kanada und Mexiko!  

ich habe Bierdurst

Äußerst freundlich und bestens gelaunt wurden wir von den Immigrationsbeamten begrüßt, die auch gleich eine Überraschung für uns hatten: ein funkelnagelneues Handabdruckerfassungsgerät. Heiliges Kanonenrohr! Da reichen wir dem blöden Bush den kleinen Zeigefinger und der oberschlaue Obama nimmt gleich die ganze Hand. Na, jetzt ist es auch egal, die Sonne lacht, das Cabrio wartet und ich habe Bierdurst. Also ab durch die Mitte.
 

 

 

Unsere diesjährige Route

 

 

 

 

 

 

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