Boulder Mountain Ranch

Gestern Abend hatte ich an der Rezeption unseres Motels ein Reklameblatt von der Boulder Mountain-Ranch entdeckt. Sofort Boulder Mountain Ranchwussten wir beide,dass es sich hierbei um die im Fernsehen gezeigte Ranch handelte. Wir machten uns auf den Weg dorthin. Ca. 3 Meilen vor Boulder ging es über einen Feldweg zur Ranch. Wir brachten eine riesen Staubwolke mit, als wir die Ranch schließlich erreichten. Wir waren begeistert. Mitten im saftigen, grünen Tal, umgeben von weißen, teils bewachsenen Bergen lag die Ranch. Die Pferde tollten auf den riesigen Weiden und genossen die Mittagssonne.Ich war erleichtert. Oft hatten wir kurz vor den Einfahrten der National-Parks kleine Reitställe gesehen, die Ausritte anboten.

Die Tiere standen meist den ganzen Tag in der prallen Sonne mit samt Sattel und Zaumzeug und warteten auf den nächsten "Cowboy". Da war der Anblick, welcher sich uns hier bot doch um einiges schöner und wir fühlten uns sofort wohl. Das Haupthaus besteht aus massiven Holzstämmen und sieht auch von innen einfach urgemütlich aus. Sioux, bevor Ihr euch die Zunge verrenkt : Es wird Su gesprochen, gab noch eine kurze Anweisung und dann ging es auf die Pferde. Unsere beiden hörten übrigens auf die Namen "Killer" und "Buck". 

Ich freute mich tierisch und Bernd war es etwas mulmig zumute, er war vorher noch nicht oft auf dem Rücken eines Pferdes. Zuerst ging es über einen Feldweg, dann durch den Wald und einen steilen Berg hinauf.Oben hatten man einen tollen Ausblick. Die Tiere waren jetzt schon naßgeschwitzt. Jetzt ging es gemächlich über das steppenartige Hochplateau. Dann kam für meinen Mann die Krönung des Ausrittes:Über den blanken Blick ins TalFels und einer Neigung von 30-40 Grad ging es bergab. Es war phantastisch die Geländegängigkeit und Trittsicherheit dieser Tiere zu spüren. Quer über die grünen Wiesen des Tals ging es dann zurück zur Ranch.

Selbst mein Mann war so begeistert, dass er zustimmte noch länger zu bleiben und nochmals auszureiten. Und wir sollten es nicht bereuen. Wir ritten diesmal mit Bob aus.Er sagte zu uns:"Gestern habt ihr nur auf dem Pferd gesessen, heute wird gearbeitet. Er hat uns ganz schön getrieben und ein ordentliches Tempo vorgelegt. Wir ritten durch kleine Canyons und durch ausgetrocknete Flußbetten. Es ging über Stock und Stein und die Pferde sprangen mühelos von 1 m hohen Felsplatten herunter. Mein Mann summte ununterbrochen die Melodie von Winnetou und fühlte sich sichtlich wohl. In Boulder gab es eine kleine Tankstelle. Wir stiegen ab, und während Bob Sioux anrief, genehmigten wir uns eine eiskalte Coke, setzen uns auf eine Holzbank und legten die Füße hoch. Ein Auto kam vorbei, hielt an und ein halbes Dutzend Japaner stiegen aus und reifen "Cowboys" und knipsten wie wild drauf los und fühlten sich wahrscheinlich wie im Wilden Westen. Wir auch, nur dass es anstatt eines Saloons eben eine Tankstelle war, na ja der Fortschritt macht selbst hier keinen halt.

Wieder zurück zur Ranch schauten wir uns etwas um. Im Wohnzimmer war ein riesengroßer Kamin mit jeder Menge Familienfotos. Selbst auf dem Foto, welches Bob und Sioux mit den Kindern am Strand zeigte, trug Bob seinen Cowboyhut-scheint angewachsen zu sein! Auf dieser Ranch gibt es zwar keine Rinder, aber sie ist einfach urgemütlich mit einer wundervollen familiären Atmosphäre in einer traumhaften Lage und immer wieder einen Besuch wert!

 

Geschrieben von Irina und Bernd.

 

 

 

 

 

 

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