Atlantic City

Ich hatte ein Bett im Days Hotel Egg Harbor Township-Pleasantville-Atlantic City reserviert, nach dem einchecken den Koffer aufs Zimmer gebracht und mich ins Getümmel gestürzt. Es gibt ein paar riesige relativ neu oder renoviert aussehende Casinobauten - aber dazwischen jede Menge 60er Jahre Hotels, an denen der Lack schon lange ab ist. Der Boardwalk wird hauptsächlich von Rentnern und Hartz IV - Empfängern bewalkt, es ist zwar sauber, wirkt aber trotzdem recht schmuddelig.

Welcome to Atlantic City

Boardwalk Atlantic City

Boardwalk Atlantic City

Ich war kurz im Trump Plaza & Caesars Palace - Atlantic CityHard Rock Cafe, habe ein bißchen den Möwen beim Leute anscheissen zugesehen, das Outlet, The Walk, im vorbeifahren angesehen und dann etwas essbares gesucht. Restaurants und Steakhäuser gab es genug - aber keine Parkplätze. Deshalb habe ich nach 20 Minuten Frau TomTom nach einem Outback gefragt und wurde 5 Meilen landeinwärts geschickt, wo nicht nur ein Parkplatz sondern auch ein Sirloin mit MushroomLobster Topping auf mich wartete.
Mein Eindruck von Atlantic City: Hier muss man nicht gewesen sein. Vielleicht ist es ganz nett wenn man Las Vegas nicht kennt.
Uli hat hier eine Geschichte über Atlantic City geschrieben.

2. Tag - 303 Meilen oder 487 km gefahren

Days Hotel Egg Harbor Township-Pleasantville-Atlantic City

8037 Black Horse Pike, Pleasantville

Sehr gutes Frühstücksbuffet

44 $ = 31,25 €
 
 

Ramada Atlantic City West Atlantic City West, NJ

 

 

 

 

 

no one deals like we do! 

 

Wer schon einmal Monopoly in der amerikanischen Version gespielt hat, kennt sich mit den Straßennamen gut aus, sie sind nämlich alle aus einem Viertel von Atlantic City der 30er Jahre. An der Ecke Boardwalk und Park Place steht eine Gedenktafel: "Charles B. Darrow 1899 - 1967, Erfinder des Spiels Monopoly".

Die Ureinwohner der Insel Absecon, auf der Atlantic City liegt, waren Lenni - Lenape Indianer, die vom Festland durch das Sumpfgebiet “rübermachten”. Der erste weiße Besitzer der Insel war der Engländer Thomas Budd, ca. 1670. Die Insel war allerdings meistens nur im Sommer besiedelt, der erste ständige Bewohner und erste Einwohner von Atlantic City war Jeremiah Leeds, der 1785 hier ansiedelte. 1850 gab es 7 permanente Wohnhäuser, alle von den Nachfahren Jeremiahs bewohnt. 1852 wurde eine Eisenbahnlinie, die Camden - Atlantic City - Line gebaut, in schlappen 2 1/2 Stunden konnte man jetzt an die Küste fahren, die Touristeninvasion begann. Außer mit dem Zug kamen auch jede Menge Leute mit Schiffen an, die Stadt wurde zum pulsierenden Seehafen. Es gingen allerdings auch jede Menge Schiffe unter, aber erst nachdem ein Dampfer mit 311 deutschen Emigranten gesunken war, wurde ein Leuchtturm errichtet.

1870 wurde die erste Straße vom Festland fertiggestellt. 1878 eine zweite Bahnlinie, die Narrow Gauge Line nach Philadelphia. Es wurden jede Menge luxuriöser Hotels gebaut, die Stadt wurde zum Urlaubsziel der reichen Amis.

Es wurden jede Menge Straßen gebaut, die parallel zum Ozean verlaufenden bekamen “Wassernamen”, z.B. Pacific, Atlantic, Baltic, Mediterranean, Adriatic, die Ost - West - Verbindungen Staatennamen. Es gab eigentlich nur ein Problem: Den Sand. Er war überall, auf den Straßen, in den Zügen, in den Hotels. Die Lösung: Der sogenannte Bordwalk, ein hölzerner Weg, der vom Strand in die Stadt führte, aber im Winter abgebaut wurde. Damals auch das achte Weltwunder genannt. Heute ist er 18 Meter breit und 6 Meilen lang. Merke: Boardwalks wurden in Atlantic City erfunden. Im Laufe der Zeit siedelten sich jede Menge Amüsierschuppen am Boardwalk an, es wurde der größte Freizeitpark der 30er und 40er Jahre. Im Sommer. Im Winter war nichts los und es wurde überlegt, wie man die Touristen auch zu dieser Jahreszeit anlocken konnte. Das Ergebnis: Seit 1940 findet jedes Jahr im Convention Center die Wahl zur “Miss World” statt. Atlantic City war der absolute “In - Place” dieser Zeit, Entertainer und Varietees waren in Hotels wie z.B. Haddon Hall, The Traymore, The Shelburne und The Marlborough-Blenheim, in denen Gäste aus aller Welt logierten. Der berühmte Harry Houdini und das wohl noch berühmtere “Diving - Horse”, ein Pferd sprang samt Reiterin von einem 18 Meter hohen Turm in einen Pool, traten hier auf. Was sonst noch alles los war, welche Gangster hier residierten, warum Meyer Lansky hier seinen “Honeymoon” verbrachte, was es mit der “Mobster Convention” auf sich hatte, ist hier zu lesen, allerdings in englisch.

Nach dem Krieg war es vorbei mit der Herrlichkeit, es gab mittlerweile mehr Möglichkeiten, sich zu amüsieren und vor allen Dingen Flugzeuge, mit denen man schneller als vorher überall hin kam. Die Westküste der USA war jetzt das Hauptziel der Touristen. Atlantic City verkam zum Rentnertreff, vergleichbar mit Miami Beach.

Die Lösung: 1977 wurde das Glücksspiel erlaubt, die Casinos schossen aus dem Boden und die Touristen strömen wieder ...

 

 

 

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